Wissenswertes
Nova Sedes
Eigenkapitalquote
Was ist die eigenkapitalquote?
Eigenkapitalquote
Die Bilanzkennzahl „Eigenkapitalquote gibt den prozentualen Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital des Unternehmens zum Stichtag an.
Formel = (Eigenkapital x 100) / Bilanzsumme = Eigenkapitalquote (%)
Eigenkapitalquote bewerten
Die Bewertung der Eigenkapitalquote kann wie folgt vorgenommen werden:Liegt der Prozentsatz unter 25 Prozent, so ist dies zu niedrig, über 25 bis 30 Prozent wird die Eigenkapitalquote als „gut“ bewertet. Eine gute Eigenkapitalquote bedeutet eine hohe Sicherheit in schwierigen Zeiten.
Banken haben oft eine sehr niedrige Eigenkapitalquote. Die Europäische Union hat hier zum Schutz der Anleger eine verpflichtende Mindestquote von acht Prozent festgelegt.
Für das Geschäftsjahr 2019 lag die Eigenkapitalquote der Nova Sedes Wohnungsbau bei 56 Prozent und somit deutlich über dem Bundesdurchschnitt.
Ist eine hohe Eigenkapitalquote gut?
Der Value-Investor Benjamin Grahma (1894 – 1976) behauptete seinerzeit, dass ein Unternehmen mindestens eine Eigenkapitalquote von 50 Prozent aufweisen sollte. Heutzutage erreichen eine Vielzahl großer Industriebetreibe keine Quote von über 50 Prozent, so dass diese Vorgabe nicht mehr zeitgemäß ist. Heutzutage sollte ein Unternehmen eine Eigenkapitalquote von über 30 Prozent aufweisen.
Die überdurchschnittliche Eigenkapitalquote der Nova Sedes Wohnungsbau gibt Sicherheit nicht nur für die Mitglieder. Die Vorteile einer hohen Eigenkapitalquote liegen auf der Hand:
- Eine höhere Kreditwürdigkeit (Bonität), weil eine geringere Verschuldung vorliegt.
- Das Eigenkapital dient als Verlustpuffer und es sind geringere Zahlungen für Zinsen und Tilgungen zu leisten.
- Eine höhere Unabhängigkeit, weil die Genossenschaft weniger auf Fremdkapital angewiesen ist.
Je größer, desto besser?
„Je größer, desto besser.“, trifft bei der Eigenkapitalquote nicht zwingend zu. Eine hohe Eigenkapitalquote geht zu Lasten der Rendite. Schüttet eine Genossenschaft hohe Gewinne an Mitglieder aus, kann die Eigenkapitalquote nicht steigen. Für Mitglieder handelt es sich aber um ein attraktives Investment, weil der Gewinn nicht ins Eigenkapital, sondern an die Mitglieder fließt.
Möchte eine Genossenschaft auch in der Zukunft am Markt bestehen und den genossenschaftlichen Zeck erfüllten. So sind dafür Investitionen nötig, die das Eigenkapital schmälern. Gewinne fließen zum Beispiel in die Investition und nicht in die Eigenkapitaldecke.
Eine Schwankung der Eigenkapitalquote ist bei einem investierenden lebendigen Unternehmen normal. Fällt die Eigenkapitalquote zum Vorjahr, könnte dies ein Indiz für eine größere Investition sein, für welche neues Fremdkapital benötigt wurde.
Die Eigenkapitalquote der Nova Sedes Wohnungsbau erreichte im Jahr 2015 ca. 76 Prozent. In den darauffolgenden Jahren investierte die Nova Sedes Wohnungsbau in den wohnungswirtschaftlichen Zweck der Genossenschaft, was dazu führte, dass die Eigenkapitalquote bis 2017 auf ca. 57 Prozent sank.
Aktuelle Investitionen der Genossenschaft sind „Hugo49“ in Bayreuth und „Sonnenwohnen Weiden“. Allein für den ersten Bauabschnitt des Projektes Hugo49 wurden mehr als 25.000.000,00 Euro investiert.
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